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Samstag, 23. Oktober 2010

Running Diner und Rouen Together

Am Mittwoch war Running Diner Tag  ... eine sehr sehr lustige Erfindung ;-)

Das Prinzip ist folgendes: auf der einen Seite Teams mit französisch sprachigen Studenten und auf der anderen Seite die internationalen Studenten. Da die Franzosen eig alle in WG's oder eigenen Wohnungen in der Innenstadt wohnen, waren die fürs Kochen zuständig ...die ham einfach die besseren Möglichkeiten dazu als hier im Wohnheim (insbesondere wenn man meine Verhältnisse in der Küche bedenkt^^) ...und die internationalen Studenten waren für die Getränke zuständig :-)

Es gab ein Drei-Gänge-Menü, wies eben in Frankreich so üblich ist, und jeder Gang fand in einer anderen Wohnung statt. So lernt man an einem Abend viele Franzosen kennen, was sonst eher schwierig is, weil die sonst eher unter sich bleiben, und man wird auch noch lecker bekocht :-) 

Als Vorspeise gabs in der ersten Wohnung bei Clarisse einen Salat mit Avocado, Pute und natürlich Tomate & Co, zur Hauptspeise gabs ein Kartoffelgratin ähnliches Gericht, dessen Name mir leider entfallen ist ;-) und als Nachtisch gabs Île-Flottant. Das ist Eischnee auf Vanillesoße mit Karamel oben drauf. 

Danach waren wir satt und glücklich und für gute Unterhaltung wurde auch gesort. In der dritten Wohnung wurde extra für die Allemandes Cowboy und Indianer gespielt^^ Selbstverständlich haben wir auch den dazugehörigen Tanz aufgeführt und damit zur allgemeinen Belustigung beigetragen :-) und später haben wir auch noch den Macarena ausgegraben :-) 

Zum krönenden Abschluss hat der Gastgeber sogar noch nen halben Strip für uns hingelegt. Man muss dazu sagen, dass die Gruppe, die vor uns da war, ihre Aufgabe bezüglich der Getränke sehr ernst genommen hat...^^ Leider war der Gastgeber weder besonders ansehnlich noch ein begabter Tänzer...aber lustig wars trotzdem ;-) 

Gestern, Donnerstag, war zunächst mal eine sehr aufschlussreiche Vorlesung, von der ich gern berichten möchte^^ Entrepreneurship. Erstens, is die Professorin Deutsche - was man am furchtbar deutschen Akzent beim Englisch sprechen unschwer erkennen kann und zweitens is sie glaub ich nicht von dieser Welt. 

Die erste Vorlesung in Entrepreneurship vor zwei Wochen begann schon damit, dass wir uns ein Lied von Beyoncé anhören sollen (Sweet Dream or Beautiful Nightmare - so übrigens auch der Titel der ersten Vorlesung) und den Text mit Entrepreneurship assoziieren sollten ... nee is klar ne^^ und diese Woche, hatten wir als "Hausaufgabe" eine Box (Schuschachtel oder was auch immer) mitzubringen. Aufgabe während der Vorlesung war dann, dass alle nach vorn kommen und versuchen in ihrer Box zu stehen....(man stelle sich vor: eine Gruppe von 20 erwachsenen Menschen, die versucht beliebige Körperteile in eine Schuhschachtel zu stecken - wahrscheinlich sehr lustiges Bild) 

Der Sinn der Sache war dann, dass man rausfinden sollte, dass es ja ganz schön unbequem in so ner Box is und es Situationen im Leben gibt, in denen man aus seiner Box/Schublade, in die man von der Gesellschaft gesteckt wird, auszubrechen...sehr tiefgründig also^^ ich bin schon sehr gespannt auf nächste Woche - da sollen wir in den Wald gehen und Naturmaterialien mitbringen ... ich komm mir bisschen vor wie auf der Waldorfschule^^.....An dieser Stelle möchte ich übrigens erwähnen, dass es auch ernsthafte Fächer in meinem Unterrichtsplan gibt ;-) 

Und Abends solltes dann zur größten Studentenparty des Jahres in der Umgebung gehen - Rouen Together - wo 5000 Studenten erwartet wurden. Also sind wir (Vanessa und Ich - irgendwie wollten alle andern nich mit) Abends zur vereinbarten Haltestelle für den Shuttlebus gegangen. Leider waren wir wahrscheinlich die einzigen Austauschstudenten im ganzen Bus.... Der erste Kulturschock war schon, dass man von den Franzosen in den Bus geschoben und gequetscht wurde und das während der Fahrt Oropax ganz angebracht gewesen wäre. Der Busfahrer war eig nur zu bemitleiden bei dem Lärm und Gebrülle....(unser Fehler war auch, dass wir die einzigen waren, die vollkommen nüchtern in diesen Bus gestiegen sind^^) 

Dann gings ins Messegelände ausserhalb der Stadt (von dem man ohne Shuttlebus auch nicht wieder zurück konnte) und dann hiess es erstmal anstehen. und das war eig der schlimmste Teil des ganzen Abends. Wir haben uns ein wenig an die Bilder von der Loveparade erinnert gefühlt. Es gab nur einen Eingang für 5000 Studenten, und der war nichmal ganz geöffnet, weil natürlich jede Tasche kontrolliert werden musste. Mit der Zeit wurde immer mehr gedrängelt in der Schlange und von vorne wurde man von den Security Leuten zurückgeschoben....irgendwann wars dann so schlimm, dass wir aus der Schlange raus sind, weil wir sonst Zustände gekriegt hätten und uns das ganze Spektakel von der Seite angeschaut haben. Und das war kein schöner Anblick. 

Die dies dann tatsächlich mal durchs Tor geschafft haben, das zeitweise sogar ganz zu gemacht  wurde, haben entweder ihre Schuhe verloren, waren verletzt (weil jeder sie hin und her geschoben hat) oder waren einfach völlig aufgelöst. Die Mädels kamen reihenweise heulend raus, weil sie so zusammengequetscht wurden, manche mussten sogar von Sanitätern versorgt werden.....und die die nicht am Eingangstor gescheitert sind, lagen schon vorher irgendwo besoffen in der Ecke und hams nichmal bis rein geschafft^^

Irgendwann haben die Sicherheitsleute dann doch mal das Tor aufgemacht, weil die Leute es sonst demoliert hätten.....

und wenn mans dann einmal bis aufs Messegelände geschafft hatte, musste man dann nochmal duch zwei Kontrollen, und einen weiteren Eingang bis man endlich in der Halle war. Das war zwar nich ganz so schlimm wie die Szenen am Tor, aber gemütlich wars trotzdem nich (uns is aber übrigens nix passiert^^)....alles in allem haben wir 1,5 Stunden damit zugebracht in der Kälte zu stehen und zu warten, dass wir reingehen können

drinnen wars dann dafür ganz nett ;-) reilich Platz (zur Abwechslung) und gute Musik von mehreren Live DJ's.... Leider war die Getränkeauswahl nich so prickelnd....es gab genau eine Sorte Bier für 5€ pro Becher (ich weiss für australische Verhältnisse ein Schnäppchen ;-) aber trotzdem noch teuer) und sonst nur alkoholfreie Getränke.....das erklärt auch warum alle andern schon vorher reichlich getrunken hatten^^

als wir dann nach Hause wollten, mussten wir wieder fast 1 Stunde warten, weil es zwar reichlich Shuttlebusse zurück gab, aber leider irgendwie nur zwei, die in unsere Richtung fuhren...


hatte ich erwähnt, dass ich für dieses spitzenerlebnis 20€ Eintritt gezahlt hab?^^


....naja...also insgesamt ein nicht ganz so zufriedenstellender Abend^^ aber das macht nichts...bei der nächsten Feier wirds hoffentlich wieder besser....


tschaui...bis bald

2 Kommentare:

  1. hahahaha herrlich...also gut das euch erstmal nichts passiert ist, aber köstlich wie du das beschreibst!!! 5€ für ein Bier ist in Australien auch machbar - kommt halt auf die Größe an! :) Wie immer im Leben :)

    Deine Entrepreneurshipklasse klingt doch super! Bringt bissl Abwechslung in den Alltag - hoffe nur du hast nicht dein Ohrringdöschen genommen, um dich reinzustellen ... aber wir sind glaube ich ja auch schon ganz gut in Sachen "über den Tellerrand schauen" usw...also dann weiterhin alles Liebe!
    die australische Kollegin!

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  2. nein es war eine wasserkocherschachtel^^ du bist wohl des wahnsinns...mein Ohrringdöschen is doch essentiell für mich...wo soll ich denn sonst meine ganzen Schätze hin tun, falls es kaputt geht :-)

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